Wir, die Informations- und Koordinierungsstelle Transformation Fischerei (IKTF), begleiten die deutsche Küstenfischerei an Nordsee und Ostsee auf dem Weg in eine umweltschonende und wirtschaftlich tragfähige Zukunft. Dafür bringen wir Wissen, Menschen und Ideen zusammen.

Über die IKTF

Aktuelles

Bild von Nordseekrabben©

Neue Ideen für die Krabbenfischerei aus Schleswig-Holstein gesucht

Wie lassen sich Beifang vermeiden, Treibstoff sparen und der Kontakt mit dem Meeresboden reduzieren? Das Innovationsprogramm Krabbenfischerei startet in eine neue Runde. Fischerinnen und Fischer können eigene Ideen für eine nachhaltige Fischerei einbringen und gemeinsam mit dem Thünen-Institut in der Praxis testen.

Vom 26. bis 29. Oktober kommt die Fischerei an der Nordsee zusammen. Das Team der IKTF ist vor Ort und freut sich auf den Austausch mit euch.

Beim Transformations-Symposium „Neue Antriebe für eine bessere Zukunft“ am 26. und 27. Oktober zeigen Praxisbeispiele, wie Fischereibetriebe durch Umbauten Treibstoff sparen und ihre Kutter klimafreundlicher betreiben können. Ein Highlight ist ein vollelektrisches Boot aus Finnland mit Solarpanelen, das vor Ort besichtigt werden kann. Weitere Themen sind unter anderem die Kutter der Zukunft für Nord- und Ostsee, CO₂-Rechner für den eigenen Betrieb und smarte Routenplanung zu den Fangplätzen. Das Projekt Libfish zeigt mit hybriden Trawlern und neuen Schleppnetzen, wie die Grundschleppnetzfischerei der Zukunft aussehen kann. Der Deutsche Fischerei-Verband organisiert das Symposium, die IKTF unterstützt die Veranstaltung.

Direkt im Anschluss findet vom 27. bis 29. Oktober ebenfalls in Wilhelmshaven der Deutsche Fischereitag statt. Diskutiert werden unter anderem neue Zielarten und Fangtechniken, Aquakultur, Schutzgebiete, Aalmanagement sowie Daten und Digitalisierung in der Angelfischerei. Auch die Folgen veränderter Umwelt- und Wirtschaftsbedingungen stehen auf dem Programm.

Wir freuen uns darauf, euch zu treffen und über die Zukunft der Fischerei ins Gespräch zu kommen. Sprecht uns gerne vor Ort an!

Was gibt es Neues entlang der Ostseeküste? Um das herauszufinden war ich auch im Oktober wieder an der Küste von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Von Maasholm bis Glowe wurde ich wie immer freundlich empfangen, auch wenn die Situation für die kleine Küstenfischerei weiterhin sehr schwierig ist.

Immer wieder wird die Prädation durch die steigende Anzahl an Kormoranen als existenzbedrohend beschrieben. Nicht weniger herausfordernd ist der steigende bürokratische Aufwand, nicht zuletzt durch die Anfang 2026 in Kraft getretene Neuerung (Verordnung (EU) Nr. 2023/2842) der Fischerei-Kontrollverordnung (EG) Nr. 1224/2009, deren Durchführungsverordnung erst im August veröffentlich wurde.

Auch die Frage, ob eine Unterscheidung von Haupt- und Nebenerwerb in der heutigen Fischerei noch angemessen ist, kam immer wieder auf. Dies sind nur ein paar der Gründe, warum viele einer möglichen ostseeweiten Abwrackprämie hoffnungsvoll entgegenblicken.

Nichtsdestotrotz sind auch neue Ideen und Ansätze sichtbar geworden und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, ist weiterhin vorhanden. So gibt es auf Rügen Überlegungen, die Schwarzmundgrundel kommerziell zu nutzen, eine eingewanderte Fischart aus dem Schwarzen Meer. Diese ist in den Baltischen Ländern schon jetzt ein beliebter Speisefisch, in Deutschland bisher jedoch größtenteils ungenutzt, obwohl das Vorkommen als relativ hoch eingeschätzt wird. Studien zur Verbreitung in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein laufen aktuell. Auch zur Nutzung und Vermarktung gibt es bereits internationale wissenschaftliche Forschung (https://interreg-baltic.eu/project/roundgoby/). Deutschland steckt hier leider noch in den Kinderschuhen. Gemeinsam mit weiteren Akteuren ist die IKTF nun auf der Suche nach finanzieller Förderung, um konkrete Ansätze zu unterstützen.

Die Anzucht von Makroalgen, wie z.B. dem Zuckertang (Saccharina latissima), wurde von der Kieler Meeresfarm bereits erfolgreich erprobt (https://www.kieler-meeresfarm.de/hafenalgen-1/). Sie könnte den Fischenden der Ostsee ein zusätzliches Einkommen generieren, findet sie doch vor allem während der Wintermonate statt, in denen die Häfen wenig besetzt sind und Platz verfügbar ist. Im nächsten Schritt sollen Endprodukte und Vermarktungswege untersucht werden. Dies könnte ein eigenständiges Forschungsprojekt bilden.

Immer wieder kommen wir zu dem Schluss, dass es vor allem an einer guten Öffentlichkeitsarbeit für die Fischerei mangelt. Auch hier möchte die IKTF aktiv unterstützen.

Ich freue mich auf den weiteren Austausch an der Ostseeküste. Bei Fragen, Anregungen oder dem Wunsch nach einem persönlichen Besuch, meldet euch gerne direkt bei mir:

anna-lucia.buer@thuenen.de

+49 531 257 01857 

+49 1512 360 2323

Weitere Einblicke von mir findet ihr hier.

Husumer Krabbentage - aber wo sind die Krabbenkutter? Bühne, Marktstände und zahlreiche Besucherinnen und Besucher, bei den Husumer Krabbentagen war in diesem Jahr einiges los. Nur die eigentlichen Hauptdarsteller fehlten fast vollständig: Gerade einmal ein Krabbenkutter lag im Hafen. Für eine Veranstaltung, die die Krabbenfischerei im Namen trägt, fand ich das ziemlich ernüchternd. 

Die dünne Besetzung lag allerdings nicht am fehlenden Interesse der Fischer. Vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste wird derzeit praktisch nichts gefangen, weshalb sie auf andere Fanggebiete ausweichen.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die „Nantje“ der Familie Friedrichsen im Hafen lag. Hier konnte ich mit den Fischern ins Gespräch kommen und beobachten, wie ihnen die frisch gepulten Krabben förmlich aus den Händen gerissen wurden. Innerhalb kürzester Zeit war alles ausverkauft. An der Nachfrage nach frischen Nordseekrabben mangelt es offensichtlich nicht!

Besonders schön war für mich auch das Gespräch mit Hermann Friedrichsen, der gerade seine Ausbildung zum Fischwirt macht. Bei all den Nachrichten über fehlenden Nachwuchs und immer weniger Kutter hat es mich gefreut, einen jungen Menschen zu treffen, der mit Begeisterung dabei ist.

In Büsum hatte ich Gelegenheit, mich mit Susanne Voss und Bettina Adam aus dem Vorstand der Krabbensparte des Landesfischereiverbands Schleswig-Holstein auszutauschen. Mit Bürgermeister Oliver Kumbartzky war auch die kommunale Perspektive vertreten; eine schöne Gelegenheit, die Situation der Fischerei aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

Wenige Tage später in Greetsiel sah die Situation ganz anders aus als bei den Krabbentagen: Der Hafen war gut mit Kuttern belegt, und unter den Fischern habe ich sogar einige aus Husum getroffen. Sie nutzen die Fangmöglichkeiten vor der ostfriesischen Küste, welche gerade deutlich besser sind als vor ihrer eigenen Haustür. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Hilke Looden war ich im Hafen unterwegs und konnte mir auch hier einen persönlichen Eindruck vom Fischereistandort verschaffen.

Für mich zeigen diese Hafenbesuche eindrücklich, wie die Situation in der Krabbenfischerei derzeit aussieht. Während in Husum ein Volksfest rund um die Krabbe gefeiert wird, müssen die Fischer teilweise weit entfernt von ihren Heimathäfen nach Fangmöglichkeiten suchen. Und vielleicht sollte bei den nächsten Krabbentagen neben Marktständen wieder etwas stärker die Fischerei selbst im Mittelpunkt stehen. Denn die Menschen, die diesen Beruf ausüben, und ihre Geschichten sind mindestens genauso interessant wie das Fest drumherum.

Was bewegt euch an der Nordseeküste? Ich freue mich auf eure Themen, Anregungen und den persönlichen Austausch. Meldet euch gerne bei mir!

lina.becker@thuenen.de

+49 531 2570 1847

+49 151 21738576

Weitere Einblicke von mir findet ihr hier.

Die mobile grundberührende Fischerei gehört weltweit zu den häufigsten Fangpraktiken. Gleichzeitig wird sie wegen ihrer möglichen Auswirkungen auf Meeresökosysteme kontrovers diskutiert. Ein neues FAQ des Thünen-Instituts fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammen und beantwortet wichtige Fragen.

Welche Fangmethoden gehören dazu? Wo kommen sie zum Einsatz und was weiß die Wissenschaft über ihre Auswirkungen auf den Meeresboden und die dort lebenden Organismen? Das FAQ erklärt die verschiedenen Fanggeräte, ordnet ihre Umweltauswirkungen ein und zeigt, wie sich die Technik weiterentwickelt hat. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Krabbenfischerei im Wattenmeer.

Die IKTF hat die Erstellung des FAQ angestoßen und unterstützt. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zugänglich zu machen und eine fundierte wissenschaftliche Grundlage für die öffentliche Diskussion zu schaffen.

Zum FAQ beim Thünen-Institut

Themen im Fokus

Damit der Wandel der Küstenfischerei gelingt, müssen viele verschiedene Themen berücksichtigt werden. Diese betreffen den Fischereisektor heute und in Zukunft, manche davon sind dringender als andere.  Um die Themen zu erkennen und zu priorisieren, orientieren wir uns an aktuellen Entwicklungen in der Fischereipraxis sowie an den Empfehlungen der Zukunftskommission Fischerei (ZKF). Als unabhängige, überregional tätige und neutrale Einrichtung vertreten wir keine Einzelinteressen, sondern begleiten den Transformationsprozess der Küstenfischerei als Ganzes.

Zentrale Zukunftsfragen der Küstenfischerei vertiefen wir in Fokusgruppen. Um möglichst viele Perspektiven zu berücksichtigen, arbeiten wir dort je nach Fragestellung mit Fischerinnen und Fischern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Verbänden, Ausbildungseinrichtungen und Wirtschaft zusammen. Gemeinsam identifizieren wir Handlungsbedarfe, erarbeiten Konzepte und entwickeln Empfehlungen, um die Küstenfischerei langfristig zu stärken. Drei Fokusgruppen zu den Schwerpunkten Fischereiberuf der Zukunft, Fischereihäfen der Zukunft und Marine Angelfischerei haben die Arbeit bereits aufgenommen. Weitere Fokusgruppen sind geplant.

Wie gewinnen wir Nachwuchs für die Küstenfischerei?

Ohne Nachwuchs stirbt die Küstenfischerei aus. Damit sich mehr junge Menschen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger für den Fischerberuf entscheiden, muss die Ausbildung attraktive Perspektiven bieten und auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten.

In der Fokusgruppe Fischereiberuf der Zukunft arbeiten wir daran, die Ausbildung zur Fischwirtin bzw. zum Fischwirt für die Küsten- und Kleine Hochseefischerei weiterzuentwickeln. Eine Befragung aktueller und ehemaliger Auszubildender soll zeigen, was sie am Beruf reizt, welche Erfahrungen sie machen und welche Zukunftspläne sie haben. Daraus wollen wir Ansätze zur Nachwuchsgewinnung ableiten. 

Zudem prüfen wir, wie sich der Fischereiberuf durch zusätzliche Tätigkeitsfelder breiter aufstellen lässt und wie sich berufliche Übergänge erleichtern lassen, etwa beim Wechsel in den nautischen Schiffsdienst unter Nutzung vorhandener Befähigungszeugnisse für Fischereifahrzeuge. Ziel ist es, Empfehlungen an die Politik zu notwendigen Anpassungen und Fördermaßnahmen zu erarbeiten.

Wie werden Fischereihäfen zukunftsfähig?

Der Strukturwandel in der Fischerei verändert nicht nur die Fischereiflotte, sondern auch die Häfen und die Wirtschaft vor Ort. Wenn weniger Kutter die Häfen aktiv nutzen, hat das Folgen für die Hafeninfrastruktur, die Verarbeitung und Vermarktung von Fisch sowie für Gastronomie und Tourismus. 

In der Fokusgruppe Fischereihäfen der Zukunft bringen wir Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Fachkenntnissen zusammen. Gemeinsam beraten wir, wie sich Kommunen mit aktiven Fischereihäfen auf kleinere Fischereiflotten einstellen können und welche Daten nötig sind, um Folgenabschätzungen und Potenzialanalysen vornehmen zu können. Darauf aufbauend wollen wir Empfehlungen für die Politik entwickeln, etwa zu Infrastrukturbedarfen im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung der Flotten, neuen Verarbeitungs- und Vermarktungswegen und alternativen Nutzungskonzepten, die Fischereihäfen langfristig sichern können.

Wie lässt sich Meeresangeln nachhaltig gestalten?

Die Meeresangelfischerei ist für viele Menschen ein wichtiger Teil ihrer Freizeit und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Küstenregionen. Gleichzeitig kann sie bei einzelnen Fischbeständen einen erheblichen Anteil der Gesamtentnahme ausmachen. Durch rechtliche Beschränkungen geraten Anglerinnen und Angler zunehmend unter Druck.

In der Fokusgruppe Marine Angelfischerei untersuchen wir, wie sich die Meeresangelfischerei nachhaltig und zukunftsfähig entwickeln kann und wie sich das Potenzial der vielen Aktiven stärker für die Beobachtung und den Schutz der Meeresumwelt nutzen lässt. Aktuell werden die Grundlagen einer nationalen Meeresangelstrategie erarbeitet. Dazu bereitet die Gruppe eine Befragung des Meeresangelsektors vor. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Herausforderungen die Anglerinnen und Anglern sehen und welche Themen ihnen wichtig sind. Ihre Perspektiven werden in der Meeresangelstrategie ebenso berücksichtigt wie der Schutz der Meeresökosysteme in Nord- und Ostsee. 

Küstenfischerei an Nordsee und Ostsee

Karte von Nord- und Ostsee

Unsere Regional­referentinnen sind an den Küsten unterwegs, um zu erfahren, was Menschen aus der Fischerei bewegt. Hier berichten sie von ihren Begegnungen, aktuellen Herausforderungen und neuen Ideen aus ihrer Region.

Stimmen aus der Praxis

Wie erleben Fischer von Nord- und Ostsee den Wandel ihrer Branche?

Fischer aus fünf Häfen an Nord- und Ostsee erzählen, was ihren Beruf besonders macht, welche Veränderungen sie erleben und wie sie auf die Zukunft der Küstenfischerei blicken.

Vom Nautiker zum Fischer: Marcus Wöster setzt auf regionale Fischerei

Mit 39 Jahren wagt Marcus Wöster den Schritt in die Fischerei. Er bewirtschaftet das Windebyer Noor bei Eckernförde, fährt mit seinem Kutter „Ecke 4“ auf die Ostsee und verarbeitet und verkauft seinen Fang selbst. Im Interview erzählt er, was ihn an seinem Beruf reizt und warum regional gefangener Fisch mehr Wertschätzung und faire Preise verdient.

Zum Interview

Ostsee unter Druck: Wie die Meeresangelfischerei helfen kann

Alexander Seggelke, Geschäftsführer des Deutschen Angelfischerverbands, spricht über den Wandel der Meeresangelfischerei, das Potenzial der Anglerinnen und Angler für den Schutz der Ostsee und die Frage, wie unterschiedliche Interessen am Meer zusammenfinden können.

Zum Interview

Die IKTF

Die Küstenfischerei prägt seit Jahrhunderten die Kultur und Identität der Menschen an der Küste und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor an der deutschen Nordsee und Ostsee. Heute durchläuft sie einen tiefgreifenden Wandel: Veränderte Umweltbedingungen setzen Fischbestände unter Druck und ändern das Artenspektrum. Der Ausbau der Offshore-Windenergie und die Einrichtung neuer Schutzgebiete verkleinern verfügbare Fanggebiete. Hinzu kommen eine vielerorts veraltete Flotte, fehlender Nachwuchs und eine sinkende Zahl von Fischereibetrieben.

Wir als Informations- und Koordinierungsstelle Transformation Fischerei (IKTF) begleiten diesen Wandel. Unser Ziel ist eine umweltschonende und wirtschaftlich tragfähige Fischerei, die sich flexibel auf künftige Herausforderungen einstellen kann. Dafür bringen wir Fischerinnen und Fischer mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, bündeln Wissen und unterstützen dabei, neue Perspektiven für die Küstenfischerei zu entwickeln. Als zentrale Anlaufstelle richten wir uns an alle, die den Wandel der Branche mitgestalten wollen.

Die IKTF ist am Thünen-Institut angesiedelt und arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Unsere Geschäftsstelle befindet sich in der Hamburger HafenCity. Regionalreferentinnen in Rostock und Bremerhaven sind Ansprechpartnerinnen für die Menschen an den Küsten und arbeiten eng mit den Thünen-Instituten für Ostseefischerei und Seefischerei zusammen.

Ein Beirat begleitet die Arbeit der IKTF. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter des BMLEH, des Thünen-Instituts, der Fischereiverwaltungen der Küstenländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie des Deutschen Fischerei-Verbandes und eines Umweltverbandes an. Der Beirat berät die IKTF fachlich und gibt Impulse für ihre strategische Ausrichtung.

Wie wir unterstützen

Wir bündeln vorhandenes Wissen und bereiten wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und praxisnah auf. Wir informieren über aktuelle Entwicklungen, Projekte, Fördermöglichkeiten und Ideen für eine zukunftsfähige Fischerei. Häufige Fragen aus dem Sektor greifen wir auf und beziehen bei Bedarf Expertinnen und Experten ein.

Wir bringen Fischerinnen und Fischer mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden, Ausbildung und Wirtschaft zusammen. In Workshops und Veranstaltungen fördern wir den Austausch innerhalb des Sektors und tragen wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis. In Fokusgruppen vereinen wir unterschiedliche Perspektiven, diskutieren zentrale Zukunftsfragen der Küstenfischerei und entwickeln gemeinsame Lösungen.

Wir koordinieren und unterstützen die Entwicklung und Erprobung von Innovationen, um praxisnahe und nachhaltige Lösungen für die Fischerei voranzubringen. Vielversprechende und bewährte Lösungen machen wir sichtbar und verbreiten die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen im Fischereisektor: von der Weiterentwicklung von Fanggeräten und klimafreundlichen Schiffsantrieben über die Erschließung neuer Zielarten und Vermarktungswege bis hin zu alternativen Einkommensmöglichkeiten.

Wir unterstützen Fischerinnen und Fischer dabei, passende Förderangebote und zuständige Anlaufstellen zu finden. Zugleich beraten wir das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zu notwendigen Maßnahmen und geeigneten Förderansätzen für eine erfolgreiche Transformation. Erkenntnisse aus dem Austausch mit der Fischerei und unserer Arbeit in den Fokusgruppen fließen in Handlungsempfehlungen ein.

Wir stellen Menschen, Projekte und Lösungsansätze vor und zeigen, was die Küstenfischerei bewegt. So tragen wir dazu bei, die Bedeutung der Fischerei stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Auftakt für die Zukunft der Küstenfischerei

Rund 140 Gäste aus Fischerei, Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen im März 2026 zur Eröffnungskonferenz der IKTF in Hamburg zusammen. Sie diskutierten Herausforderungen der Küstenfischerei und entwickelten gemeinsam Perspektiven für ihre Zukunft. Das Video zeigt Eindrücke der Veranstaltung und lässt Teilnehmende zu Wort kommen – unter anderem zu der Frage, warum es wichtig ist, mehr Frauen für die Küstenfischerei zu gewinnen. 

Newsletter

Der IKTF-Newsletter „Zukunft Fischerei“ informiert alle zwei Monate über aktuelle Entwicklungen in der Küstenfischerei. Wir stellen Projekte und Menschen vor, bündeln Wissenswertes aus Praxis, Politik und Forschung und informieren über Fördermöglichkeiten und Veranstaltungen. Die nächste Ausgabe erscheint im November.

Zur Anmeldung

Team

Portraitfoto von Andrea Bayerlein©

Andrea Bayerlein

Kommissarische Leitung, Referentin Kommunikation

Portrait von Lina Becker©

Lina Becker

Regionalreferentin Nordsee

Portrait von Anna-Lucia Buer©

Anna-Lucia Buer

Regionalreferentin Ostsee

Portrait von Ilka Schröter©

Ilka Schröter

Leitungsassistenz